Musik ist Leben


Direkt zum Seiteninhalt

Sonstiges

Tonlos

Schwibbögen

Schwibbögen sind ein Brauchtums- und volksabhängiges Erbe aus dem Erzgebirge. Der Name leitet sich vom Schwebe-Strebe-Bogen ab, welchen man auch so in der alten und modernen Architektur vorfinden kann. Früher dachte man, dass die Form der Schwibbögen den „Mund eines Erzbergwerkes“ darstellt. Gegen diese Vermutung stehen Schwibbögen, welche schon früher mit Sonnen und Monde dargestellt wurden. Daher glaubt man das Schwibbögen den Himmel symbolisieren Bis spät ins 20. Jahrhundert wurden Schwibbögen nur aus Metall hergestellt. Heute werden die Bögen aber fast nur noch aus Holz gefertigt, auch wenn Metallbögen wieder gerade moderner werden Auf die Schwibbögen stellt man Kerzen, welche den Bergleuten früher den Heimweg leuchten sollten. Heute dienen sie als Schmuck oder Glanzzeichen in der Adventszeit. Die Bergleute früher sahen beinahe niemals das Tageslicht, deswegen versinnbildlichten die Kerzen deren Wunsch nach Licht. Wenn die Bergleute zur Arbeit gingen war es noch dunkel und wenn sie nach Hause kamen, war die Sonne schon unter gegangen. Die Figuren, welche damals auf den Schwibbögen Verwendung fanden, stellten das damalige leben und die Arbeit der Menschen dar. So sind die bekanntesten Szenarien, zwei Bergleute und eine Klöpplerin und ein Schnitzer. Hier werden drei Hauptbezugsquellen der vergangenen zeit verkörpert. Weitere Varianten zeigen christliche Bilder und Wälder. Oft sieht man auch die Kirche des bekannten Dorfes Seiffen. In der Advents- und Weihnachtszeit werden Schwibbögen als Dekoration in die Fenster gestellt und finden als große Exemplare auch Verwendung in Gärten. Der älteste Schwibbogen wurde um wohl 1740 erschaffen und bestand aus Metall. Erst 2003 fand man heraus, dass das Jahr ein anderes war. Das genaue Jahr stand nämlich unter der Farbschicht. Am Ende des zweiten Weltkrieges machte man die Schwibbögen fast immer aus Holz und da vor allem in der DDR die Nachfrage größer war als das Angebot, machten die Menschen sich Schablonen und fertigten die Schwibbögen selber an. Früher wie Heute stellte man die Schwibbögen vor allem handwerklich her. Das kostet vor allem Arbeit und zeit, weswegen auch heute noch Schwibbögen sehr teuer sind. Aber wie andere Weihnachtsdekorationen kann man heute auch „Kopien“ erwerben, welche meistens in sogenannten Billiglohnländern hergestellt werden. Schwibbögen gibt es auch als kleine Miniaturdekorationen und fast immer sind die Bögen aus Holz. Wobei aber vor allem die Bögen für den Garten aus Metall sind und auch wieder vermehrt aus Metall hergestellt werden. Heute werden Schwibbögen fast nur noch als Dekorationszweck in der Weihnachtszeit verwendet. Die Symbolik der Schwibbögen ging weitgehend verloren. Wer aber auch heute noch erleben möchte, wie Schwibbögen handwerklich hergestellt werden, der kann dies oft in einen der Weihnachtsläden auf den großen Weihnachtsmärkten bewundern. Schwibbögen sind vor allem bei den Kleinen beliebt und vor allem dann wenn in ihnen echte Kerze brennen. Kinder mögen den Glanz von Kerzen und deswegen machen Schwibbögen diese zeit zu etwas ganz Besonderen.

Homepage | Musikrichtungen | Musikpädagogik | Musiktherapie | Gesangsunterricht | Musik i.d. Medien | Historische Entwicklung | Tonlos | Impressum | Sitemap


Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü